„Die hohe Würde eines guten Apothekers, aus dessen
unbestechlich gewissenhaften Händen Leben und Gesundheit in lauterer Quelle
fließt, und unter dessen wachsamer Kenntniß die ächtigen Werkzeuge erschaffen
werden, womit wir die zerrüttete Maschine des menschlichen Körpers zu bessern
und in ihren ursprünglichen harmonischen Gang zu bringen suchen, wird sich nie
mit der Niederträchtigkeit einer vernunftlosen Quacksalberei besudeln.“
Mit diesen Worten, die, im historischen Kontext betrachtet
nicht mehr Ironie in sich tragen könnten, möchte ich einen kleinen Zweiteiler
eröffnen, der sich um die Frage dreht, wie das Nebeneinander von „echter“
Pharmazie und ihren esoterischen Geschwistern, insbesondere der Homöopathie,
aussieht und wie es dazu kommen konnte.
Das oben genannte Zitat stammt von Christian Friedrich
Samuel Hahnemann und ist der Einleitung zu seinem 1799 erschienenem
Apothekenlexikon entnommen. Herr Hahnemann wird vielen bekannt sein als Gründer
einer offenbar unausrottbaren Irrlehre: der Homöopathie. Was genau Homöopathie
ist und nach welchen Prinzipien sie (nicht) funktioniert, möchte ich hier nicht
ausführen, denn es dürfte allgemein bekannt sein – wenn nicht, kann bei Psiram eine
sehr schöne und ausführliche Definition nachgelesen werden.
Nun zur Position, aus der ich diesen Artikel schreibe: ich
bin eine Studentin der Pharmazie und kenne den Apothekenalltag nun auch aus
eigener Erfahrung. Im letzten halben Jahr habe ich erschreckende Beobachtungen
gemacht und bin Zeugin besorgniserregender Strömungen geworden, die zu
dokumentieren ich nun hier versuche.
Es ist bekannt, daß es im Medizinstudium nicht besonders wissenschaftlich zur Sache geht. Dementsprechend viele Ärzte sind
mittlerweile Homöopathie-affin und bieten Maßnahmen wie Akupressur oder
Bio-Resonanz-Therapie in ihren Praxen an. In meiner kurzen, nicht besonders
ruhmreichen Zeit als Medizinstudentin fiel mir genau das auf (besonders, als
ich in meinem Chemie-Buch den Hinweis auf Schüßler-Salze fand). In der stillen
Hoffnung, daß dies im Studium der Pharmazie anders sein würde, nahm ich
selbiges auf… und wurde schwer enttäuscht.
Dieser Studiengang ist durchaus geprägt von einer
naturwissenschaftlichen Herangehensweise und ebensolchen Fächern: ein buntes
Gemisch aus Chemie, Physik, Physiologie, Biologie, Pharmakologie und
Technologie und am Ende steht das Ziel, mit großer Präzision spezifische
Wirkstoffe zu finden, Rezeptorfunktionen und –wechselwirkungen zu kennen und
reine, qualitativ hochwertige Arzneimittel herzustellen. Man lernt, Studien als
Grundlage seiner Beurteilung eines bestimmten Präparats zu verwenden und die
Macht der Daten zu verstehen. So sollte es zumindest sein – und dennoch hat
Homöopathie Hochkonjunktur. Es verging keine Stunde in der Apotheke, in der
nicht nach homöopathischen Darreichungsformen verlangt wurde. Und die
Pharmazeuten verkaufen die Zuckerkügelchen guten Gewissens. Wieso ist das so?
Schon bald nach Studienbeginn wurde ich, im Chemie-Seminar,
mit den drei in Deutschland gültigen Arzneibüchern vertraut gemacht und traute
meinen Ohren kaum: das Europäische Arzneibuch, das Deutsche Arzneibuch und… das
Homöopathische Arzneibuch, das, neben allgemeinen Herstellungs- und
Prüfverfahren sowie Stoffbeschreibungen aus der Homöopathie, auch Anweisungen
zur Anthroposophischen Medizin und der Spagyrik (ja, Alchemie) enthält.
Beispielsweise steht in einer solchen Monographie, daß man
für ein bestimmtes „Arzneimittel“ auf keinen Fall die Deutsche Küchenschabe bis
zur Unkenntlichkeit in Ethanol und Wasser verdünnen darf, sondern
ausschließlich die Orientalische Küchenschabe. Des weiteren finden sich darin
Potenzierungsvorschriften und mathematische Gleichungen um die Zusammensetzung
von Urtinkturen zu berechnen.
Wer verbricht ein solches Buch? Wieso muß (!) jede Apotheke
in Deutschland es in ihrem Schrank haben? Die Antwort ist traurig und
erschreckend: unser eigenes Gesundheitsamt tut es. Im Übrigen ist Deutschland
auch das einzige Land, welches ein solches Buch produziert. Wieder einmal
stellt sich die Frage nach dem Warum, doch dazu werde ich gleich kommen.
Wenige Wochen später hielt ich ein Skript in den Händen, in
welchem es darum ging, was Homöopathie, Anthroposophie und Spagyrik sind,
welches ihre Prinzipien sind und wie man Verdünnungen berechnet – mit dem
freundlichen Befehl, all das bis zur Klausur auswendig zu lernen. Diese
Irrlehren seien ja schließlich Teil meines Lernzielkatalogs. Diesen wiederum
bestimmt der Gegenstandskatalog der IMPP, der in der Approbationsordnung für
Apotheker festgelegt ist. Und wer wiederum legt diese fest? Richtig. Das
Gesundheitsministerium.
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Meine schockierte Nachfrage, ob derlei Fragen auch Teil
meines Staatsexamens sein würden, beantwortete der Dozent mit einem achselzuckenden
Ja. Nachdem im Laufe des Semester in fast jedem meiner Fächer die Homöopathie
(zum Teil völlig unkritisch) thematisiert wurde und es in einem Praktikum sogar
eine freiwillige Übung zum Herstellen einer homöopathischen Verreibung gab,
wandte ich mich schließlich an einen Dozenten, der offenbar ein großer Freund
evidenzbasierter Medizin ist und auf die leider allgegenwärtige Esoterik nichts
gibt. Dieser sagte mir, daß er die ganze Chose nach dem „Know your
enemy“-Prinzip handhaben wollte – daß aber das ganze Übel (und somit auch die
Arzneibuchangelegenheit) seine Wurzel in intensiver Lobbyarbeit habe. Es sei
die DHU (Deutsche Homöopathie-Union), die „viel Manpower“ ihr eigen nennen könne und erfolgreich an den
wichtigen Stellen interveniere. Doch dazu wird meine Recherche im zweiten Teil
dieser Blogserie weiter in die Tiefe gehen.
Am Ende tauchten Fragen zur Homöopathie in zwei Prüfungen am
Ende des Semesters auf, völlig unkritisch und auch von den Studenten, die mit
der wissenschaftlichen Methode (noch?) nicht vertraut sind, völlig
unhinterfragt…
All das: die Arzneibücher, der Gegenstandskatalog, die
Prüfungsfragen und Vorlesungsinhalte sind ein Skandal, der sich, fast
unbeachtet von der Öffentlichkeit, weiter ausbreitet. Daß in unserer
aufgeklärten Zeit, in welcher klinische Studien das Bewerten von
Behandlungsmethoden so einfach gemacht haben, eine „Arzneiform“, die ihren
Wirksamkeitsnachweis seit 200 Jahren schuldig bleibt und reine Phantasie ist,
solchen Raum bekommt, ist unfaßbar und traurig.
Nach dem Semester ging es in der Apotheke weiter. Es ist
kein Geheimnis, daß Apotheker an „gewöhnlichen“ Arzneimitteln nicht viel
verdienen. Und es ist auch kein Geheimnis, daß viele Menschen von den in ihren
Augen dunklen Machenschaften der „großen Pharmaindustrie“ verunsichert oder von
Behandlungsweisen, welche ihnen nichts gebracht haben, enttäuscht sind und sich
der „sanften Medizin“ und Esoterik zuwenden wollen. Das ist keine gute
Kombination.
Schon am ersten Tag dort erspähte ich gleich ein riesiges
Poster mit Anleitungen zur Beratung von Patienten, die beabsichtigen, sich eine
Reiseapotheke zusammenzustellen. Dort waren ausschließlich homöopathische
Präparate aufgeführt (auch bei durchaus unangenehmen oder gar gefährlichen Konditionen wie hohem
Fieber, schweren Durchfällen oder nässenden Ekzemen). Die Apothekerin empfahl
fröhlich jedem homöopathische Medikamente, der mit wie auch immer gearteten
Beschwerden den Weg in die Apotheke fand, und hunderte Leute fragten von sich
aus danach.
Weiterhin prekär ist, daß die meisten Kunden gar nicht
wissen, was genau Homöopathie eigentlich ist. Fälschlicherweise halten viele
Laien (und, wie sich rausstellte, auch so mancher Apotheker), Homöopathika für
Phytopharmaka – nicht wissend, daß der Wirkstoff darin angeblich noch im
Wassergedächtnis gespeichert ist, aber auf keinen Fall mehr real vorhanden. Ein
Irrtum, welcher den einschlägig bekannten Herstellern nur zugute kommen kann.
Bald bat man mich darum, ein wenig zu diesem oder jenem
Thema zu recherchieren und reagierte pikiert, als ich willkürlich vorgefertigte
Meinungen (z.B. daß Artemisinine keine guten Malariamittel seien oder Sinupret
hervorragend wirke) anhand von klinischen Studien demontierte. Das
wissenschaftliche Arbeiten liege ihr nicht und interessiere sie auch nicht
besonders, erzählte mir eine Apothekerin wenig überraschend, nachdem sie mir
offenbart habe, daß sie aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen an dieses
oder jenes Medikament „nicht glaube“, mir aber empfehle, mich über
Schüßlersalze zu informieren („Die helfen nämlich. Und die an der Universität
lachen darüber.“). Empfehlungsbasis für die Kunden waren grundsätzlich nur die
eigenen Erfahrungen vereinzelter Mitarbeiterinnen (und n war sehr selten größer
als 1).
Aber damit endete der Wahn noch nicht. In der
Apothekenbibliothek lagen einige „Bücher“ aus, die nach sorgfältiger Prüfung in
den Katalog des Lesenswerten aufgenommen worden waren. Dabei ging es um die
„Horvi-Enzym-Therapie“ oder, gerade frisch eingetroffen, um die
anthroposophische Lehre der vier „Wesensglieder“ (die ich auch schon für die
Universität hätte lernen sollen, also die Lehre von Äther- und Astralleib, dem
physischen und dem Seelenleib, die, je nach Tageszeit und Gesundheitszustand,
unterschiedlich miteinander verknüpft werden und übrigens auch durch das
Durchleben von Kinderkrankheiten gestärkt werden sollen. Hier beginnt ein
gefährlicher Übertritt in die Impfverweigerung, der in dieser Broschüre der
Firma „Wela“ begonnen wurde).
Andernorts wurden Homöopathika beworben, die Quecksilber-
und Chromverbindungen enthielten (mit dem erheiternden Hinweis, daß man sie
nicht konsumieren solle, wenn man gegen einen dieser hochgiftigen Stoffe
„empfindlich reagiere“). Bedenklich ist ebenfalls, daß Apotheken, welche solche
Verdünnungen selbst herstellen, derlei Venena immer zur Hand haben (müssen). Das
birgt ein unnötiges Gefahrenpotenzial für die Mitarbeiter.
Meine Favoriten aus der Bücherliste habe ich mir einmal
ausgeliehen und sie eingescannt. Die „Meridiankomplex-Kombinationen“ bieten unter anderem Rezepturvorschläge für Gemische namens „Chakra 1/2/3...“ an, Indikation: zur Dämpfung
des überaktiven 1./2./3. ... Chakra und der damit zusammenhängen Organe. Entgiftung mit
Katalyse.“ Dabei handelt es sich natürlich um irgendwelche willkürlich
zusammengestellen Homöopathika. Im selben Buch werden diese Mittel zur Behandlung
von Polioviren empfohlen.
Das zweite Buch stammt von der DHU und behandelt die
Antlitzdiagnostik und deren Therapie mit Schüßlersalzen. Immerhin: jetzt weiß
ich, daß meine Augenränder vom Kalium phosphoricum-Mangel kommen und meine
Weinerlichkeit von einem Mangel an Kochsalz… ach, Verzeihung. Ich meine
natürlich „Natrium Chloratum D12“.
Es bleibt zu folgern, daß die Pharmazeuten leider genauso anfällig für Esoterik sind wie die Mediziner. Nicht umsonst sieht man in fast jeder Apotheke homöopathische Medikamente in der Sichtwahl und man wird vermutlich keinen Apothekenangestellten finden, welcher einem von derlei Humbug abrät. Merke also: auch Naturwissenschaftsstudium schützt vor Esoterik nicht... und das im 21. Jahrhundert.
Damit beschließe ich den ersten Teil dieser kleinen Serie.
Im zweiten wird es um Korrespondenzen mit dem Gesundheitsministerium und
anderen Instanzen gehen sowie um meine Recherche zum Thema Lobbytätigkeit.



Das Problem sind doch vor allem auch Aphoteken und die dämliche Werbung dort Aphoteker müssten als Pharmazeuten doch noch viel besser wissen, was für einen Quatsch die da verkaufen und bewerben. Da liegen dann da Bachblütenkaugummies und natürlich zuhauf diese wirkungslosen Zuckerpillchen. Und die Leute denken doch: Was in der Apotheke beworben wird, muss doch wirksam sein. Wie kann mir mein Arzt da was anderes erzählen? Ach, der hat doch nur keine Ahnung. Und dann gibt es doch sogar noch Versicherungen, die bescheuert genug sind diesen Quatsch auch noch zu übernehmen! Da denken die Leute doch erst recht die Ärzte sind bekloppt. Aber die Krankenkassen auch: Da soll ich als Beitragszahler diesen Unsinn mitfinanzieren für andere, aber wirkungsvolle andere Therapien und Impfungen soll ich selber bezahlen.
AntwortenLöschenWie Du schon gemerkt hast: Der Fisch stinkt vom Kopf her.
AntwortenLöschenDer Wahnsinn ist Teil der Prüfungsordnungen und Gesetzeswerke und somit sowohl Einfallstor als auch Legitimation für die Esoterik.
Kritisches Hinterfragen muss man sich leider auch selbst beibringen, je nach Uni bzw. Dozent. Ich kenne Lehrende, die gerne mal als abschreckendes Beispiel irgendeine Schrottstudie zerpflücken, aber die können auch nichts daran ändern, dass 'alternative Therapieformen' gebüffelt werden müssen.
Wer als Apotheker diesen unwissenschaftlichen Humbug befürwortet, müsste logischerweise gleich seine Approbation abgeben. Aber...der Gesetzgeber verhindert es. Schwachfug als Teil der Ausbildung, es ist einfach frustrierend.
Wenn Du mal zu gute Laune hast, lies die PTA-Zeitschrift. Da bekommt man Fortbildungspunkte, wenn man Homöopathie-Aufgaben löst!
Aber lass Dich davon nicht entmutigen! Das erledigt eh die Krankenkasse bei der Rezeptabrechnung. :D
Wenn Dich die Offizin ankotzt (verständlich), dann werd Pharmakologe im Krankenhaus, geh zur Bundeswehr, bleib in der Forschung oder Industrie (naja, nicht Heel oder Wala).
Dort bist Du wenigstens nicht Schüttelwasser-Verkäuferin. :-)
Es gibt viele Alte, daher viele Kranke. Gegen die meisten Krankheiten des Alters gibts wenige Heilungschancen. Kurpfuscherei hat immerhin meist den Vorteil, nicht nur keine Wirkung, sondern auch keine Nebenwirkungen zu haben. Wenn ich sehe, was für eine Giftdosis sich viele Alte täglich einwerfen, wundert mich immer, wie hoch die Lebenserwartung trotzdem noch ist.
AntwortenLöschenNix gegen Ihre völlig berechtigte Kritik am Homöopathie-Schwachsinn. Nur ist die wissenschafts-basierte Medizin leider auch nur bedingt wissenschaftsbasiert. Kaum ein Wissenschaftsgebiet ist derart korrumpiert durch staatlichen Konkurrenzschutz und mit Politik und Behörden verfilzte akademische und ökonomische Hierarchien. Es ist kein Wunder, daß gerade medizinische Weisheiten eine ausgesprochen geringe Halbwertszeit haben.
Der medizinisch-industrielle Komplex ist der mit Abstand größte Arbeitgeber im Land und er ist alles andere als ein freier Markt. Es ist nur konsequent, daß Versuche "alternativer" Konkurrenz vom Komplex aufgesogen werden, denn nur so kann sich der Komplex erhalten.
Erschreckend. Ich habe einen Blog-Artikel in Reaktion auf diesen hier verfasst: http://feed.the1nter.net/?p=375
AntwortenLöschenFalls Sie - in welcher Form auch immer - gegen diese Auswüchse vorgehen wollen: Meine Unterstützung haben Sie!
Viele Grüße
Oli
Der Beitrag spricht mir einfach aus der Seele. Genau dieselben Gedanken hatte ich auch, als ich ne Vorlesung für Pharmazeuten (Arzneiformellehre) besuchen musste. Hier wurde (und wird noch immer) unkritisch ein ganzes Kapitel Homöopathie gelehrt, ohne zu erwähnen wie absurd und bescheuert das Ganze eigentlich ist. Sowas hatte ich an einer Universität nicht erwartet... Ok, dachte ich mir, so ein Schwachsinn wird wohl nicht in der Prüfung drankommen, aber weit gefehlt, so ein Humbug wird tatsächlich geprüft, plus Verdünnungsraten bzw. Potenzierungsstufen...Latürnich wird als weiterführende Literatur empfohlen: Europäisches Arzneibuch, DAB, DAC/NRF, und klar: Das Homöopathische Arzneibuch
AntwortenLöschenIch gehöre zur Gegenseite und befürworte Homöopathie, obwohl mir klar ist, dass es keinen Wirkstoff gibt - oder gerade weil ich mir dessen bewusst bin. Und zwar genau aus demselben Grund, warum ich Placebos befürworte.
AntwortenLöschenEmotionslose Vernunft ist in einem emotional reagierenden Körper nicht aller Dinge Lösung und behindert manche mehr als es ihnen hilft. Ich bin absolut für vernünftige Entscheidungen, aber dafür müssen die Umstände ebenso passend sein - der Mensch ist aber keine emotionslose Maschine, sondern hat den Faktor Psyche, der sehr viel ausmacht.
Unsere Emotionswelt ändert körperliche Genesungsreaktionen sehr und das ist der Punkt, wo Homöopathie wirklich zum Tragen kommt.
Viele unterschätzen Placeboeffekte ungerechterweise immens.
Wen eine triftige Gegenseite ohne Hokuspokus interessiert, kann ja hier reinschauen:
http://Blog.Weltenspur.eu/?p=2285
Nachtrag:
AntwortenLöschenZu einer heilsamen Lüge gehört es ebenso, diese auch als Apotheker mit gängigen homöopathiefreundlichen Erklärungen am Leben zu erhalten - wie sonst soll dieser Placeboeffekt erhalten bleiben?
Es ist angebracht, Hintergründe und Erklärungen zu kennen, wenn die Nachfrage so hoch ist.
Du hilfst damit als zukünftige Pharmazeutin nicht emotionslosen, berechenbaren Maschinen - dafür ist das Ingenieurwesen gut -, sondern emotionalen Menschen, die mit ihrer Psyche viele biochemische Reaktionen in Gang setzen können, die sie ohne diese Lüge nicht hinbekämen.
Ja... nein.
AntwortenLöschenWie Du schon sagst: eine Lüge. Dieses hässliche Wort wird nicht schöner durch das apologetische Hinzufügen eines so vielversprechenden Adjektivs wie "heilsam". Das ist ein unappetitlich paternalistischer, autoritativer Standpunkt, der dem Patienten seine Souveränität abspricht.
Brrr.
Das Problem ist, dass die ganze Homöopathie auf den Placebo-Effekt beruht, aber die Homöopathen sagen, es gibt keinen.
AntwortenLöschenZur Psyche, ich sage nicht, das sie viel ausmacht. Es wird nun dann problematisch, wenn die Psyche nichts mit der Erkrankung zu tun hat.